Friedenslicht aus Betlehem 2017: „Auf dem Weg zum Frieden“

Erschienen am 13. Dezember 2017 in Diözesanverband

„Auf dem Weg zum Frieden“ steht über der Friedenslichtaktion 2017 in Deutschland. Diese soll dazu ermutigen, sich auf allen Ebenen für den Frieden einzusetzen. Lord Robert Baden-Powell, der Gründer der Weltpfadfinderbewegung sagte einmal: „Eine Schwierigkeit hört auf, eine solche zu sein, sobald ihr darüber lächelt und sie in Angriff nehmt.“

Doch Frieden zu schaffen, ist gar nicht so einfach! Sei es im engsten Freundeskreis, in der Schule, auf der Arbeit oder auch nur mit sich selbst. Frieden zwischen verfeindeten Menschen und Nationen zu schaffen, ist noch komplizierter. Die Herausforderung besteht darin, durchgehend daran zu arbeiten und trotz aller Hindernisse das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Zusammen mit anderen Menschen ist es oft einfacher, einen langen und schwierigen Weg zu bewältigen. Deswegen ermutigen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder „alle Menschen guten Willens“ sich gemeinsam und guten Mutes auf diesen Weg zu machen.
Das Friedenslicht aus Betlehem überwindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander. Die Friedenslicht-Aktion gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem/Palästina. Seit 24 Jahren verteilen die vier Ringverbände gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden das Friedenslicht in Deutschland. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht ab dem 3. Advent, dem 17. Dezember 2017, an über 500 Orten in Deutschland weitergegeben.

Auch in diesem Jahr wird das Licht wieder in Fulda eintreffen. Vier Pfadfinderinnen und Pfadfinder machen sich am Donnerstag vor dem 3. Advent auf den Weg, um in Wien das Licht entgegenzunehmen. Helena Gering und Floris Steinbach vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) zusammen mit Jannika Kulgemeyer-Nentwich und Sebastian Becker von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) freuen sich, das Friedenslicht aus Betlehem für das Bistum Fulda und die ev. Landeskirche Kurhessen-Waldeck zu holen.

Die ökumenische Aussendungsfeier der DPSG und des VCP findet in diesem Jahr am Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 14.00 Uhr im Dom zu Fulda statt. Gestaltet wird der Gottesdienst von der DPSG und dem VCP. Musikalisch umrahmt wird die Aussendungsfeier von der Gruppe „Wegzeichen“ aus Wächtersbach.

Von der Aussendungsfeier aus wird das Friedenslicht per Zug ins ganze Bistum gebracht. An den Bahnhöfen gibt es die Möglichkeit, sich das Licht weitergeben zu lassen. Auch gibt es im Bistum nach am gleichen Abend zahlreiche Andachten und Aktionen, zu denen alle die eingeladen sind, die das Friedenslicht erwarten.

Weitergegeben wird das Licht auch bei Besuchen von karitativen Einrichtungen, an jüdische und muslimische Gemeinden und an alle Menschen, deren Türen vielleicht noch verschlossen sind, damit es am Heiligen Abend in den Kirchen und den Häusern für unsere Hoffnung auf Frieden brennt.

In vielen evangelischen und katholischen Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck bzw. des Bistums Fulda wird das Friedenslicht aus Betlehem weiter verteilt, so dass es an Heiligabend so viele Menschen wie möglich mit der Weihnachtsbotschaft vom Frieden unter den Menschen erreicht hat. Pfadfinder/-innen, Gemeindegruppen oder die Gemeinde selbst gestalten dafür Friedenslicht-Andachten, eigene Aussendungsfeiern und bringen das Licht zu Gläubigen anderer Religionen und zu Häusern mit Menschen, an die sonst niemand denkt.

Weitere Informationen zur Friedenslichtaktion, die Fahrtzeiten der Züge und eine Liste von Aktionen im Bistum Fulda sind auf http://www.dpsg-fulda.de/aktuelles/friedenslicht/ oder in der Pressemappe Friedenslicht 2017 zu finden.