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Internationale Begegnung in Südafrika

Vom 2. bis zum 16. Oktober 2025 waren 25 Pfadfinder*innen aus dem DPSG Diözesanverband Fulda zu Besuch in Südafrika. Organisiert wurde die Reise vom Arbeitskreis Internationales des Diözesanverbands. Nach dem gemeinsamen Treffen am Flughafen Frankfurt startete die Gruppe in eine zweiwöchige Begegnungsreise in die Partnerregion Mpumalanga im Nordosten des Landes. Am 16. Oktober kehrten alle Teilnehmenden gesund und mit vielen Eindrücken zurück nach Deutschland.

Während der Zeit vor Ort stand vor allem die Begegnung mit den südafrikanischen Pfadfinder*innen im Mittelpunkt. Die Gruppe war überwiegend im Scouts Centre in Mbombela untergebracht und hatte täglich Kontakt zu den Scouts vor Ort. Gemeinsam wurde gekocht, sich ausgetauscht und Pfadfinder*innenleben geteilt. Diese intensive Zeit ermöglichte viele Gespräche, neue Freundschaften und einen lebendigen kulturellen Austausch.

Ein besonderer Programmpunkt war ein gemeinsames Lager mit den südafrikanischen Scouts. Zwei Tage lang wurde zusammen gezeltet, gespielt und Pfadfinder*innentraditionen ausgetauscht. Dabei konnten die Teilnehmenden erleben, wie unterschiedlich und gleichzeitig ähnlich Pfadfinder*innenarbeit in verschiedenen Ländern sein kann.

Die Gruppe aus Fulda brachte sich auch aktiv mit einem eigenen Projekt ein. In White River wurde gemeinsam mit den südafrikanischen Pfadfinder*innen ein Gelände aufgeräumt und neu gestaltet. Dabei entstanden eine neue Feuerstelle sowie mehrere Schwedenbänke, die künftig als Treffpunkt für die Scouts vor Ort dienen können.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch der Organisation Children in Distress, die sich in der Region für Kinder und Jugendliche einsetzt. Die Organisation unterstützt Familien unter anderem durch Bildungsangebote, Betreuung und regelmäßige Essensausgaben für Kinder. Die Gruppe aus Fulda half vor Ort mit, indem gemeinsam Mahlzeiten für Kinder vorbereitet und portioniert wurden. So konnten die Teilnehmenden direkt erleben, wie die Unterstützung vor Ort organisiert wird und wie wichtig diese Hilfe für viele Familien ist.

Neben der praktischen Unterstützung brachten die Pfadfinder*innen auch eine finanzielle Spende mit. Darüber hinaus wurden beim Friedenslichtgottesdienst im Dezember im Diözesanverband Fulda weitere Spenden für die Arbeit von Children in Distress gesammelt.

Neben den Begegnungen mit den südafrikanischen Pfadfinder*innen blieb auch Zeit, die beeindruckende Natur und das Leben in der Region kennenzulernen. Die Gruppe erkundete unter anderem die Sudwala Caves, besuchte den Botanischen Garten und fuhr entlang der bekannten Panorama Route mit ihren eindrucksvollen Aussichtspunkten und Schluchten. Außerdem erhielten die Teilnehmenden Einblicke in verschiedene Orte der Region, darunter auch Townships, und konnten so einen Eindruck vom Alltag vieler Menschen vor Ort gewinnen.

Ein weiteres Highlight war der zweitägige Aufenthalt im Kruger Nationalpark. Gemeinsam mit etwa 15 südafrikanischen Pfadfinder*innen verbrachte die Gruppe eine Nacht im Park und ging dort auf Safari. Dabei konnten zahlreiche Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden, darunter Giraffen, Zebras, Krokodile, Nashörner und ein Gepard. Besonders beeindruckend waren Begegnungen mit Elefanten, die der Gruppe sehr nah kamen und für unvergessliche Momente sorgten.

Auch ein Besuch eines südafrikanischen Gottesdienstes gehörte zum Programm. Für viele der Teilnehmenden war dies eine besondere Erfahrung, da sich der Gottesdienst in seiner Gestaltung und Atmosphäre deutlich von den gewohnten Formen in Deutschland unterschied.

Die Reise war geprägt von vielen intensiven Begegnungen, gemeinsamen Erlebnissen und neuen Perspektiven. Sie hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll internationale Partnerschaften innerhalb der Pfadfinder*innenbewegung sind und wie verbindend das gemeinsame Pfadfinder*innensein über Ländergrenzen hinweg sein kann.