Pascal Sommerstorfer ofm, Diözesankurat

Bruder Pascal Sommerstorfer ofm

Ich bin Bruder Pascal und komme ursprünglich aus Bayern. Seit etwa 15 Jahren bin ich Franziskaner, gehöre also zu einer Ordensgemeinschaft. Wir Franziskaner sind in Deutschland auf 34 Niederlassungen verteilt, und es ist unser Lebensprogramm, möglichst beweglich zu bleiben und an immer anderen und neuen Orten für die Menschen da zu sein. Dazu helfen uns die Gelübde der Besitzlosigkeit, der Freiheit gegenüber familiären Bindungen und des Hörens auf die Stimme Gottes in unserem Leben.
Vor meinem Ordenseintritt habe ich eine praktische Berufsausbildung zum Gärtner gemacht und danach Theologie studiert. Von meiner Ausbildung her bin also gelernter Pfarrer und habe dann noch in Benediktbeuern Jugendpastoral gelernt und danach in der Schweiz, wie man Menschen auf einem intensiven spirituellen Weg begleitet.

Als Seelsorger habe ich meist mit jungen Menschen gearbeitet, z.B. als Jugendseelsorger in München oder als Schulseelsorger in Halle/Saale; für mich gehören aber die Arbeit in der Gemeinde/Pfarrei und die verschiedenen priesterlichen Dienste drum herum, z.B. im Krankenhaus, immer mit dazu. Seit kurzem lebe ich in Fulda und habe von meiner Ordensgemeinschaft den Auftrag bekommen, in ganz Deutschland spirituelle Angebote zu machen, bei denen junge Erwachsene Erfahrungen mit sich selbst, mit Gott und dem eigenen Leben machen können. Dazu habe ich in Berlin das „Projekt San Damiano“ gegründet, das heute auf dem Frauenberg in Fulda angesiedelt ist (www.projekt.sandamiano.de; www.kloster-frauenberg.de).

Zu den Pfadfindern bin ich erst in meiner Zeit als Seelsorger gekommen, habe mich aber gleich sehr wohl gefühlt. Ich schätze die Gemeinschaft und das besondere pfadfinderische Miteinander, das alle Pfadfinder auf der ganzen Welt verbindet. Überhaupt sehe und erlebe ich bei den Pfadfindern vieles, was auch zu meinem Ordensideal als Franziskaner passt, z.B. das einfache Leben, die Verbundenheit mit der Natur, das geschwisterliche Umgehen miteinander und v.a. dass auch immer die anderen, besonders die Schwächeren, im Blick sind. In einem Zelt, am Lagerfeuer mit netten Menschen fühle ich mich immer sehr wohl. So habe ich in München gern die Aufgabe des Stammeskuraten übernommen, wurde dann Bezirkskurat im Bistum München und Freising und zuletzt war ich Diözesankurat der Pfadfinder in der Erzdiözese Berlin. Für mich war es auch selbstverständlich, ein Pfadfinderversprechen abzulegen, das damals eigentlich schon ein Kuratenversprechen war, und die Ausbildungsschritte bis hin zum Woodbage zu machen.

Ich freue mich auf alle Begegnungen mit Euch und auf die gemeinsamen Unternehmungen mit den Pfadfinderinnen und Pfadfindern im Bistum Fulda.